Verschiedene Technikfächer bilden das handwerkliche Fundament, fördern das Können und verbreitern die Möglichkeiten für eine ideenreiche Konzeption. In der Nähwerkstatt und in der Werkstatt für experimentelles Gestalten sollen Studierende Realisationen verstehen, sehen lernen und Entwürfe in Grundzügen realisieren können.
Darstellungstechniken

Studierende lernen, Entwürfe darzustellen, sei es durch analoge oder digitale Zeichnungen, Collagen, Moodboards, Fotografien etc.. Jeder Studierende wird darin unterstützt seine eigene visuelle Sprache zu finden, und darin unterstützt klassische Darstellungstechniken zu lernen, um in einem Team oder für sich selbst eine Möglichkeit zu finden, die eigenen Ideen und den Entwurf visuell zu kommunizieren und festzuhalten.
Realisation

Entwürfe werden beispielhaft auch im 1:1 Modus realisiert. Dafür benötigen Studierende Platz und Kenntnis, Material und Anleitung. In diversen Kursen werden diese Fähigkeiten von spezialisierten Dozierenden vorgestellt, erprobt und trainiert.
Experimentelle Materialgestaltung

Der Blick auf Materialien und die Materialien ändert sich ständig. Nachhaltigkeit ist ein wachsendes Thema. Umsetzungs-Formen werden ständig aktualisiert und neue Techniken werden mit einbezogen. Tipps, Tricks und typische herkömmliche Realisierungsverfahren werden von ausgewiesenen SpezialistInnen vorgestellt, erprobt und angewandt.
Patina

Patina bedeutet das malerische Bearbeiten von textilen Materialien, um den Kostümen eine bestimmte Zeitlichkeit (Alterungsprozesse) oder eine Geschichte zu geben, die dem Verständnis von Charakteren hilft. Auch dafür gibt es handwerkliche Verfahren, die KostümbildnerInnen oftmals benutzen.
Maskenbild

In Maskenbild- workshops werden Grundzüge des Maskenbilds gelehrt. Partiell ist das Fach an das jeweilige Semesterthema angebunden. Im MA-Studiengang beschäftigt sich der Kurs „Maskenbild“ vornehmlich mit avancierten Problematiken des Maskenbildes, die sich thematisch auf das jeweilige Semester beziehen. Im Gruppenunterricht und in Einzel-Konsultationen werden spezifische Verfahren und Tricks gelehrt, die Studierende bei der Realisation ihrer Vorhaben unterstützt.
Foto- und Kameraworkshop

Fotografieren – Können stellt eine wichtige Darstellungstechnik dar. Im Studiengang stehen Kameras zum Fotografieren zur Verfügung. Wichtig ist, „Sehen“ zu lernen und die technische Handhabung zu verstehen. In einem einwöchigen Kamera-workshop führen erfahrene Kameramänner und -frauen in kameratechnische Bildtechnik ein, unterrichten und fördern das Verständnis inszenierter Bilder, in denen Kostüme eine entscheidende Rolle spielen.
Licht und Sound

Licht und Sound gehören im darstellenden Bereich zu den existentiellen Gewerken, die sehr viel Einfluss auf das Kostüm haben. In workshops werden Grundzüge der Lichttechnik gelehrt. In Sound- workshops bekommen die Studierenden ebenfalls Kenntnis über die Auswahl spezifischen Materialien im Kostüm den Sound betreffend.
Die Werkstätten

In der Lietzenburgerstraße befinden sich die Nähwerkstatt, eine Werkstatt für experimentelle Gestaltung und eine Färbeküche, ein Technikraum, sowie individuelle Atelierplätze für die Studierenden und Seminarräume. In der Nähwerkstatt stehen Nähmaschinen und Materialien bereit. Studierende lernen Grundzüge der Schnittechnik, haben Materialkunde, lernen Maschinen zu bedienen und Konzeptionen umzusetzen. In der Werkstatt für experimentelle Gestaltung können diverse Bearbeitungstechniken für Kostüm gelernt werden: Färben und Patinieren, Abformen und Gestalten. Es stehen auch hier Materialien und Werkzeuge bereit.
Der Fundus

Im selben Gebäude wie unsere Werkstätten, Unterrichtsräume und Ateliers befindet sich auch der UdK Fundus. Hier kann sich jede*r Studierende Kostümteile ausleihen. Ein wichtiges Arbeitsmittel, sei es für den Entwurfsprozess oder für die Realisation. Die mit dem Fundus verbundene Gewandmeisterei realisiert Kostümkonzeptionen, die für das hochschuleigene Theater hergestellt werden. Professionelle GewandmeisterInnen unterstützen die Studierenden bei Anproben und Herstellung.